23.03.2009
Ein Club in der Rennstadt Schleiz ist erklärtes Ziel – Keine Vorstandswahlen am Freitag bei MSC
Ein gemeinsamer Motorsportclub in der Rennstadt Schleiz ist seit vergangenen Freitag offensichtlich wieder in Sichtweite. Wie OTZ in Erfahrung bringen konnte, stimmten die zur Jahreshauptversammlung des MSC „Schleizer Dreieck“ in der Vereinsgaststätte „Seng“ anwesenden Mitglieder mehrheitlich – und zwar gegen das Votum des Vorstandes – für einen Dringlichkeitsantrag, den Uwe Elschner eingebracht hatte. Inhaltlich ging es dabei darum, die für den 20. März geplante Vorstandswahl des MSC auf den September zu verschieben, um im September gemeinsam mit dem AMC „Schleizer Dreieck“ einen Verein zu gründen und einen gemeinsamen neuen Vorstand zu wählen.
„Es geht darum, die positiven Potenziale, die in beiden Clubs vorhanden sind, zu bündeln. Gemeinsam für den Motorsport in Schleiz mit einer Stimme zu reden, das Dreieck weiterhin bestehen zu lassen – ganz einfach das, was sich der Club in 50 Jahren erarbeitet hat, nicht wegzuwerfen“, sagte Uwe Elschner gestern der Presse. Ausdrücklich unterstrich er, dass dies keineswegs als Abgesang für den MSC als solches zu sehen ist – sondern als eine Chance für eine Weiterentwicklung.
Als eine „riesen Kluft zwischen Vorstand und Mitgliederschaft“ bezeichnete MSC-Vorsitzender Dr. Ralf Zeißig die am Freitag gefällte Entscheidung. Der Vorstand habe in Bezug auf den Inhalt des Dinglichkeitsantrages eindeutig votiert. Die Mitglieder entschieden mehrheitlich aber anders. Innerhalb der nächsten 14 Tage werde man sich im Vorstand über die Zeit bis zum September positionieren. „Fakt ist, dass wir im September für eine Fusion und einen Vorstandsposten in diesem neuen Club nicht zur Verfügung stehen“, sagte der MSC-Chef vorgestern der Presse. Besagter Dringlichkeitsantrag war seiner Meinung nach offensichtlich von langer Hand vorbereitet. Den MSC-Vorstand hatte man vorher wohl nicht informiert.
Mit einer gewissen Enttäuschung in der Stimme wies Dr. Zeißig darauf hin, dass gerade „Uwe Elschner als Sohn unseres verdienstvollen Ehrenmitgliedes Gerhard Elschner die Grabrede für den MSC gehalten hat“. Nach Auffassung des Vorsitzenden sei der Untergang des MSC damit besiegelt. Enttäuschung kam beim Vorsitzenden auch mit dem Blick auf das Abstimmungsverhalten der anwesenden Mitglieder auf. Nur wenige hatten sich zur Position des Vorstandes bekannt.
„Wir als Vorstand haben den MSC wirklich nach vorn gebracht. Wir stehen finanziell sehr gut da, haben ein tolles Image bei der Sporthoheit und eine gute Rennveranstaltung hingelegt. Jetzt wird alles kaputt gemacht …“, so Dr. Zeißig nach der Versammlung.
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Schleiz
vom 23.03.2009 |