30.04.2009 – Hartmut Grimm
Was können wir also tun, damit das so bleibt und noch besser wird?
Schleiz, einst Residenzstadt eines Fürstentums und vielleicht einigen bekannt aus der Operette von Johann Strauss, “Wiener Blut“, heute Kreisstadt, ist abgesehen von der Tatsache, dass viele Autos, z.B. Porsche, VW, Skoda und andere, Spiegel aus Schleiz haben, nur als Stadt des Schleizer Dreieckrennens in Deutschland, Europa und im Rest der Welt bekannt.
Liebhaber von Baudenkmählern und Kirchen kennen noch unsere außergewöhnlich schöne Bergkirche „St Marien“.
Was können wir also tun, damit das so bleibt und noch besser wird?
Die Bergkirche, unser bekanntestes Denkmal und Gotteshaus wurde und wird laufend mit großem Aufwand restauriert. Erst kürzlich erhielt sie eine neue Orgel für 230670, -, welche überwiegend aus Spendengeldern finanziert wurde.
Jetzt ist die Fürstengruft an der Reihe, mit dem Ziel, sie Besuchern zugänglich zu machen und damit noch attraktiver zu werden.
Um zum eigentlichen Anliegen meines Beitrages zu kommen, zu dem, was die meißten Besucher nach Schleiz lockt, dem Schleizer Dreieck, da waren es immerhin bei allen Veranstaltungen im letzten Jahr, zusammen so ca. 100000 Besucher und Teilnehmer. Bei grober Schätzung, wird man schnell auf eine pauschale Summe von ca.50. € pro Besucher inkl. Eintritt, Verzehr von Getränken und Speisen u.a. kommen.
Das sind schon mal so 5 Mio. € welche am Schleizer Dreieck pro Jahr umgesetzt werden.
Da bleiben dem Staat mal grob gerechnet 300000, -€ Umsatzsteuer im Jahr! Ganz zu schweigen von der Einkommenssteuer welche Firmen durch zusätzlichen Erlös bei Veranstaltungen am Dreieck erzielen. Deswegen kann das Land und die Kommune auch etwas dafür tun, das es so bleibt und es vielleicht auch etwas mehr wird. Der Schleizer Stadtrat und die Bürgermeisterin haben das schon lange erkannt und entsprechende, zukunftsweisende Beschlüsse gefasst.
Über siebzig Firmen und Institutionen sind beteiligt, da sind die Verkaufsstände für Souvenirs und Bockwurst noch nicht mit eingerechnet. Für Zweifler, welche sich an Gerüchten orientieren, ist die Liste bei mir einsehbar.
Für die Organisation und den Ablauf der Seitenwagen Weltmeisterschaft sind ca. 300 Personen am Tag im Einsatz, beim Classic Grand Prix und der IDM so ca. 250, angefangen vom Rennleiter über Kassierer, bis hin zu den 120 Streckenbeobachtern!
Ich gehöre seit 33 Jahren zu diesen Personen, wir tun das aus Überzeugung zum Motorsport auf dem Schleizer Dreieck!
Laut OTZ vom 04.04.2009 wird in Pößneck ein Sportplatz (Griebse) für 2,2 Mio € mit öffentlichen Geldern aus dem Landkreis und der Kommune saniert!
Das ist doch prima und finde das sehr gut. Einige in Schleiz und Umgebung allerdings, regen sich auf, wenn hier eine vergleichbare Summe für die Weiterentwicklung des Schleizer Dreiecks aufgebracht werden soll.
Das, was da ist, sei es die Bergkirche oder des Dreieck, muss erhalten und ständig weiterentwickelt werden, mit dem Ziel, dass noch mehr Besucher kommen. Das geht beim Dreieck nur mit hochwertigen Prädikatsrennen, nicht nur mit Motorrädern, sondern auch mit Automobilen, im Rahmen der jetzt gesetzlich geregelten Betriebsgenehmigung.
Hartmut Grimm |