26.03.2009 – Alexander Seidel
Längst überfällig
Zum Beitrag „Ein Club in der Rennstadt Schleiz ist erklärtes Ziel“, OTZ vom 23.01.2009
Für den längst überfälligen Dringlichkeitsantrag gebührt Uwe Elschner und allen Unterstützern ein
großes Dankeschön. Schade nur, dass der MSC-Vorstand einmal mehr die Zeichen der Zeit nicht
erkannt hat. Ohne die Erfolge des MSC in der Vergangenheit, seine gute finanzielle Situation und sein
„tolles Image bei der Sporthoheit“ in Abrede stellen zu wollen: Ein gewählter Vorstand,
- dessen Jugendwart Vereinsmitglieder kritisiert, die auch den AMC unterstützen, jedoch
Freikarten dankend annimmt, was mich selbst bereits 2005 zum Vereinsaustritt bewegte,
- dessen Schatzmeister schon in seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer der
Betreibergesellschaft wenig erfolgreich war,
- dessen erster Vorsitzender eine Unterschriftensammlung zur vielleicht letzten Rettungschance
für unsere Rennstrecke untersagt und
- dessen Mitglieder lieber zur Motorrad-WM an den Sachsenring fahren, anstatt Verein und Stadt
auf dem Umzug zum Thüringentag in Greiz zu repräsentieren
braucht sich über eine „riesen Kluft“ zwischen ihm und den Vereinsmitgliedern nicht zu wundern. Doch
statt den Ursachen hierfür auf den Grund zu gehen schaltet man auf stur und lässt verbreiten, nicht zur
Verfügung zu stehen bzw. nicht im neuen Club mitarbeiten zu wollen. Hätten die Herren MSCVorstandsmitglieder
nur einen Hauch von Anstand und Courage, würden sie sich in geheimen Wahlen
einer Kampfabstimmung mit ihren jeweiligen AMC-Kollegen stellen. Aber vermutlich hat man
eingesehen, dass man dann chancenlos wäre und klebt deshalb lieber an seinen Posten.
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, sagte einst Michail Gorbatschow. In diesem Sinne
verstehe ich die Worte Uwe Elschners nicht als „Grabrede für den MSC“, sondern allein als Abgesang
für dessen Vorstand. Dieser hinkt den Mitgliedern, die er vertreten soll, offensichtlich um Jahre
hinterher. Denn vereinsschädigend sind nicht diejenigen, die Initiativen im Sinne des Motorsports
ergreifen, sondern Menschen, die sich konstruktiven Vorschlägen verweigern und über notwendige und
richtungsweisende Mehrheitsentscheidungen enttäuscht sind.
Der fusionierte Verein, in dem auch ich als Mitglied gern aktiv tätig sein möchte, sollte sich aber auf
jeden Fall vom ADAC abwenden und sich einem anderen DMSB-Trägerverein anschließen. Somit kann
der ADAC künftig nicht mehr mit den Früchten unserer Arbeit glänzen, nachdem er uns Schleizer in
Sachen Fahrsicherheitszentrum so hinters Licht führte.
Nachtrag zu meinem Leserbrief „Längst überfällig“, vom 25.03.2009
Zum Beitrag „Ein Club in der Rennstadt Schleiz ist erklärtes Ziel“, OTZ vom 23.03.2009
Auch wenn es nicht die WM, sondern „nur“ die IDM ist, die parallel zum Thüringentag in Greiz am
Sachsenring gastiert, muß m.E. nicht der gesamte Vorstand zu den sicherlich notwendigen letzten
Absprachen fahren.
Und Achim Strauß als MSC-Pressesprecher soll aufhören, im Online-Gästebuch des Vereins von
„solchen Leuten“ zu sprechen, mit denen man nicht zusammenarbeiten will. Ordentliche Kritik nennt die
Personen beim Namen und sagt ehrlich, warum. Alles andere ist unsachlich. |